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Fabian Dudek

Saxofonist – NICA artist seit 2022
© Stefanie Marcus

Musik für den Moment: Kompositionen als Startrampe zur völligen Ekstase.

Wird über Fabian Dudeks Spiel geschrieben, fallen prominente Namen. Manche erinnert sein Stil an die brachiale Wildheit eines Peter Brötzmann, andere denken an John Coltrane. Keine falschen Assoziationen, – doch als seine Vorbilder nennt der gebürtige Hesse den Trompeter Ambrose Akinmusire und die Funkjazz-Legende Maceo Parker. Fabian Dudek, geboren 1995, hat für sein junges Alter bereits eine beeindruckende Diskografie vorzuweisen.

Der Saxofonist, Flötist und Komponist war Mitglied im Bundesjazzorchester und spielt bis heute im Quartett von Pianist Simon Below. Zusätzlich leitet er ein Quartett unter eigenem Namen und La Campagne, ein Sextett mit deutschen und französischen Musiker:innen, von denen einige einen klassischen Hintergrund haben. 2021 war Dudek auf dem Album von Popsänger Wolfgang Pérez zu hören.

Stilistische Offenheit ist dem Künstler, der im Rhein-Main-Gebiet aufwuchs, wichtig. „Wie die Musik sollten auch Musiker nicht an ein Genre gebunden sein“, sagt Fabian Dudek, der seine internationalen Kollaborationen künftig noch ausbauen möchte.

Noch als Gymnasiast wurde Fabian Dudek Jungstudent an der Mainzer Hochschule, später studierte er Jazz in Köln. 2017 erhielt er den Jungen Jazzpreis Osnabrück als Solist. 2019 erschien sein Debütalbum »Creating Meaning«, dass der Kölner Stadtanzeiger als „Meisterwerk“ bezeichnete. 2022 veröffentlichte er sein zweites Quartett-Album »Isolated Flowers«. Journal Frankfurt schrieb, der Musiker würde auch „als fantasievoller Komponist überzeugen und zuweilen fast lyrisch klingen.“

Das Spiel des jungen Musikers ist expressiv, kantig und herausfordernd, seine Kompositionen nahe am freien Jazz. Fabian Dudek selbst sind solche Einordnungen unwichtig: „Was letztlich zählt ist, im Moment zu sein. Der kompositorische Rahmen wird nur gebaut, um ihn als Startrampe zu benutzen, hin zur völligen Ekstase.“

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