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Luise Volkmann

Saxofonistin – NICA artist seit 2022
© Thekla Ehling

Berühren, umarmen, irritieren: Mit Musik Menschen und Räume verändern.

Das Echo auf Luise Volkmanns Kunst ist groß. Nicht erst seitdem ihr Debütalbum mit dem Kollektiv Été Large von der Wochenzeitung DIE ZEIT zu einem der besten Alben 2017 gewählt wurde, überschlägt sich die Presse mit Lob. „Jazz, der einem die Hirnwindungen erst verknotet und dann freispült“ hieß es, oder, über das erste Album ihres Trios Autochrom: „Ein so herausforderndes wie im besten Sinne aufregendes Debüt.“ Doch nicht bloß die Energie der Kölner Saxofonistin, Komponistin, Texterin und Arrangeurin wird gelobt, sondern auch ihr Gespür für poetische und erzählerische Strukturen.

Luise Volkmann bezeichnet sich selbst als „neugierigen Geist, der es liebt, neue Konzepte auf Grundlage philosophischer Überlegungen zu finden“.

Die breit gefächerten Interessen der 1992 in Bielefeld geborenen Künstlerin haben den Ursprung in einem freigeistigen, künstlerischen geprägten Elternhaus. Hier entdeckte sie Punk und Hardcore, später organisierte sie in ihrer ostwestfälischen Heimat Rock-Konzerte. Luise Volkmann studierte Saxofon, Komposition und Musikwissenschaft in Leipzig, Paris und Köln. 2020 wurde sie mit dem Kathrin-Preis / Kathrin Lemke Scholarship for Young Jazz Improvisers ausgezeichnet. Seit 2021 lehrt sie selbst an der Hochschule Darmstadt, eine Mischung aus künstlerischer Konzeption und kulturphilosophischen Ansätzen.

„Ich wollte Musik nie um der Effizienz willen produzieren, sondern um kraftvolle Formationen zu schaffen“, sagt die Altistin. Kollaboration ist ihr wichtig: Été Large ist ein zuweilen 13-köpfiges Kollektiv mit Musiker:innen aus sechs europäischen Ländern, dessen zweites Album »When the Birds Upraise Their Choir« an den Sound der 68er-Generation anknüpft. Dazu leitet sie die Bands LEONEsauvage und LEONEsurprise mit wechselnden Besetzungen und spielte im Duo mit dem Kirchenorganisten Didier Matry.

Luise Volkmann, die ihr Interesse an Avantgarde und improvisierter Musik stets betont, möchte Kunst schaffen, „die die Kraft hat zu berühren, zu umarmen, zu irritieren und vielleicht sogar Menschen und Räume verändern kann.“

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